FAQ

Wo liegen die Punkte bei Augenakupunktur nach Boel?

Bei dieser Augenakupunkturform sind die verwendeten Punkte spezifisch und haben keine Beziehung zum Meridiansystem der TCM und traditionellen Akupunkturpunkten. Die feinen Akupunkturnadeln werden in den Händen und Füßen, um die Knie, sowie im Stirnbereich platziert.  Somit ist das Auge das Behandlungsziel und nicht das zu behandelnde Organ! 

Bei welchen Zuständen ist Augenakupunktur einsetzbar?

Laut Professor Boel gibt es über 10.000 verschiedene Augenleiden, die behandelbar sind. Einige davon galten bisher als unbeeinflussbar. Somit sind fast alle Augenerkrankungen geeignete Indikationen. 
In den meisten Fällen kann man das Sehvermögen deutlich verbessern und es dann in dem erreichten Zustand halten.
 
Die Hauptindikationen der Augenakupunktur sind:

  • Trockene und feuchte Makuladegeneration (AMD - altersbedingte Makuladegeneration)
  • Retinitis Pigmentosa
  • Netzhautablösungen (Ablatio Retinae)
  • Netzhautblutungen
  • Diabetische Retinopathie (Netzhauterkrankungen bei Zuckerkrankheit)
  • Grauer Star
  • Grüner Star (Glaukom)
  • Erhöhter Augendruck 
  • Augenvenenthrombosen, arterielle Embolien und Augeninfarkt
  • Sehnerv-Erkrankungen und Sehnerventraumata (zum Beispiel durch Hirntumor)
  • Altersweitsichtigkeit
  • Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit bei Kindern und Jugendlichen bis zum 20. Lebensjahr
  • Weitsichtigkeit bei Erwachsenen
  • Zustand nach einer Gehirn OP oder nach einer Hirnverletzung und Erblindung durch Gehirn- bzw. Sehnerv-Quetschung
  • Sehnerv (Nervus Opticus)-Schädigungen und -erkrankungen
  • Trockene Augen

Kurzsichtigkeit bei Erwachsenen und Schielen können leider nicht mit der Augenakupunktur korrigiert werden. Im Gegensatz dazu reagiert Kurzsichtigkeit bei Kindern sehr positiv auf Augenakupunktur.

Was können Sie von Augenakupunktur erwarten?

Jahrelange Beobachtungen zeigen, dass über 80% Prozent der behandelten Patienten einen Therapieerfolg haben. Bei Zuständen nach Operationen mit Hirnverletzungen und Sehstörungen sind abhängig von der Lokalisation der neurologischen Probleme, bis zu 100 Prozent der Sehfähigkeit wieder zu erreichen. 
Primäres Ziel der Akupunkturbehandlung bei degenerativen, progressiven Augenerkrankungen, ist das Aufhalten einer weiteren Verschlechterung und Stabilisierung des Zustandes und dann eine Verbesserung. Bei solchen Indikationen, die gesetzmäßig zum Fortschreiten tendieren, ist das Erreichen dieses Zieles, d.h. zum Stillstandkommen, bzw. eine Verlangsamung des Leidens schon ein großer Erfolg.
 
In der Regel setzt die Wirkung der Augenakupunktur langsam ein. Wie schnell sich eine Verbesserung bei einer bestimmten Person zeigt, hängt von der Reaktionsfähigkeit und Ansprechbarkeit des Körpers auf Akupunktur ab.  Diese individuelle Eigenschaft ist nicht unbedingt abhängig vom Alter bzw. Körperbau sowie Schwäche bzw. Stärke des Patienten und  schon aus der traditionellen Akupunktur bekannt. Im Grunde genommen, bezeichnet man eine Gruppe von Patienten, die sehr intensiv und schnell auf Akupunktur reagiert, als „hyperaktive Personen“ -  dies entspricht etwa 5-10 Prozent der Bevölkerung. Zirka 5-10 Prozent sind „nichtreaktive Personen“, und die restlichen 80-90 Prozent sind „normalreaktive Personen“. 
 
Auf Grund dieses nicht beeinflussbaren Faktors, beobachtet man bei gleicher Diagnose und fast gleichem Stadium der Erkrankung an manchen Patienten eine deutliche Besserung innerhalb der ersten Augenakupunkturserie, während bei anderen Personen die Akupunkturwirkung langsam einsetzt, und es kann Monate dauern, bis die Fortschritte und Verbesserungen spürbar werden.
Wie oben erwähnt, sind etwa fünf Prozent aller Menschen therapieresistent und sprechen nicht auf Akupunktur in jeglicher Form an. Daher ist eine sichere Prognose des Erfolges bei Augenakupunktur bei einem bestimmten Patienten vor Beginn der Therapie nicht möglich.
 
Oft lässt sich innerhalb der ersten Behandlungswoche - außer bei Grauem Star und Diabetes- wo es länger dauert, erkennen, wie gut der Patient auf Akupunktur ganz allgemein anspricht, und ob eine Weiterbehandlung Erfolg versprechend ist. Makuladegeneration sowie Retinitis Pigmentosa brauchen in der Regel am längsten, um einen Therapieerfolg zu zeigen.
 
Die ersten Zeichen des Erfolges können schleichend auftreten oder sprunghaft sein, Verbesserungen des Sehvermögens können vorübergehend sein, bzw. länger anhalten. Schwankungen von besser zu schlechter sind in dieser Phase normal und nur als Zeichen der Reaktionen des Körpers positiv zu bewerten. 
Anhaltende Verschlechterungen durch die Augenakupunktur sind noch nie (!) beobachtet worden. 
Laut jahrelangen Beobachtungen durch Boel und seiner Kollegen in der ganzen Welt, verbessert sich häufig das Sehvermögen erheblich. Die größten Erfolgsaussichten bestehen bei frühzeitigem Beginn der Therapie.

Bei der Augenakupunktur können zwar nicht alle Augenleiden vollständig geheilt werden. Fast alle Augenleiden können jedoch stark gelindert oder ein Fortschreiten der Erkrankung verhindert werden.  
Bei Boel Akupunktur-Institutionen in Dänemark werden ungefähr 700 Behandlungen, jede Woche in vier zu ihm gehörigen Kliniken durchgeführt. Deren Statistik dokumentiert folgende Resultate von Verbesserungen durch Behandlungen an verschiedenen Augenleiden:

  • Trockene und feuchte AMD (Macula Degeneration): 83%
  • Erblindung infolge Störungen im Gehirn: 82%
  • Glaukom/Grüner Star: 81%
  • Retinitis Pigmentosa (bis zu 15 Grad Verbessrung möglich): 80%
  • Augenkrankheiten durch Diabetes: 79%
  • Andere Augenkrankheiten: Durchschnittlich 80%

 

Somit zeigt sich ein etwa 80prozentiger Erfolg bei den behandelten Patientinnen und Patienten.
Erfolg heißt,

  • bei den primären, chronisch- progressiven Erkrankungen schon: Es wird nicht mehr voranschreiten bzw. schlimmer werden. Im Gegenteil, es kommt oft im Laufe der Zeit zu einer spürbaren Besserung
  • bei Sehstörungen nach Operationen und Hirnverletzungen bzw. Sehnerv-Affektionen sind, je nach Ort der neurologischen Störungen, bis zu 100 Prozent Erreichbarkeit der vorherigen Sehfähigkeit
  • Weitsichtigkeit lässt sich bei Fortsetzung der regelmäßigen Therapien verbessern 
  • Glaukom (grüner Star) und erhöhter Augendruck wird ebenso bei regelmäßiger Behandlungsfortsetzung verbessert
  • bei dem Katarakt (grauem Star und Linsentrübung) ist eine Operation sicher schneller. Augenakupunktur wirkt in diesem Fall ergänzend, es sei denn, dass eine Kombination von Katarakt und andere Erkrankungen wie z. B. AMD vorliegt
  • die diabetische Retinopathie wird meist durch Augenakupunktur deutlich gebessert
  • bei der Retinopathia pigmentosa (Retinitis pigmentosa) wird eine deutliche Verlangsamung des Fortschreitens erwartet. Zusätzlich werden in den meisten Fällen Begleitsymptome sehr positiv beeinflusst 
  • bei der Einschränkung des Gesichtsfeldes ist eine Erweiterung dessen bis zu zwanzig Grad erreichbar 
  • bei den verschiedenen Formen der Makuladegeneration ist der Erhalt der aktuellen Sehfähigkeit bei fast allen Patienten zu erwarten. Aber auch hier sind deutliche Besserungen nicht selten.  

Laut jahrelangen Beobachtungen durch Boel und seiner Kollegen in der ganzen Welt, verbessert sich häufig das Sehvermögen erheblich. Die größten Erfolgsaussichten bestehen bei frühzeitigem Beginn der Therapie.

Wie und in welchen Abständen wird die Augenakupunktur durchgeführt?

Die Augenakupunktur nach Professor Boel  läuft nach einem bewährten Schema ab. Dieses muss jedoch abhängig von der allgemeinen Konstitution und des Zustandes des Patienten, sowie seiner Erkrankung, angepasst werden. Damit erhält jeder Patient seine "eigene" Augenakupunktur.
Grundsätzlich empfiehlt es sich, einen womöglich aktuellen augenfachärztlichen Befund bzw. Befunde zu Ihrem von uns angebotenen unverbindlichen, kostenlosen Erstgespräch mitzubringen. Vor Beginn der ersten Augenakupunktur wird eine körperliche TCM- Untersuchung (Puls- und Zungendiagnose) durchgeführt, um eventuelle zusätzliche Erkrankungen, die im Zusammenhang mit der Erkrankung am Auge stehen könnten, von vornherein zu erkennen und ganzheitlich mit zu behandeln.
Spezielle Augenakupunktur nach Boel nimmt etwas mehr Zeit in Anspruch als die klassische Akupunktur. Durch dieses intensive Vorgehen wird die Wirksamkeit der Behandlung erheblich gesteigert.
Die Nadeln werden nach dem Stechen zuerst 25-30 Minuten an den Punkten belassen und dann entfernt. Nach einer 50 bis 60-minütigen Pause werden die Nadeln erneut gesetzt und wieder ca. eine halbe Stunde an den neuen Akupunkturpunkten belassen.  D.h. bei jedem Termin müssen Sie mit etwa 2 Stunden Dauer der Behandlung rechnen.

Die übliche Therapieserie besteht in der ersten Phase, aus 10 solchen Doppelsitzungen. In der ersten Behandlungswoche werden Sie zunächst an fünf bzw. vier Tagen, wie oben erwähnt, akupunktiert. In der zweiten und evtl. dritten Woche, werden Sie zunächst vier bis fünf Mal in der Woche behandelt. Nach Beendigung der ersten Phase (10 Behandlungen), wird die zweiten Phase, bestehend aus einmal wöchentlich für nächsten vier Wochen durchgeführt.

Nach Beendigung dieser Basisserie wird bei chronischen Fällen später jede vierte Woche eine Doppelsitzung (1 Tagesprogramm) durchgeführt. Damit das erreichte Behandlungsergebnis stabil bleibt, sollten diese monatlichen Fortsetzungen weiterhin regelmäßig durchgeführt werden.

Bei schweren, fortgeschrittenen Erkrankungen verhindert eine Wiederholung der ersten Therapiewoche (4-5 Tage nach einander) im Falle einer plötzlichen Verschlechterung, die später auftreten könnte, das Fortschreiten und stabilisiert die Situation. 
Dieser Therapieplan, bestehend aus 4-5 mal nach einander, wird prinzipiell einmal im Jahr durch Prof. Boel empfohlen und festigt den Therapieerfolg.

Bei Kindern und Jugendlichen kann eine Behandlung mit oberflächlicher Elektroakupunktur bzw. Laserakupunktur durchgeführt werden. Bei Erwachsenen ist die Wirkung dieser Modalitäten nicht so intensiv und nachhaltig wie Nadelakupunktur, und man benötigt in der Regel mehr Sitzungen, um den gleichen Effekt zu erzielen. 
Kinder weisen prinzipiell eine gute Reaktionsfähigkeit des Körpers auf, und da deren Regenerationspotential sehr hoch ist, wirkt die Augenakupunktur (wie auch Klassische Akupunktur) an ihnen sehr erfolgreich.

Der Verlauf der Augenerkrankung sollte auf jeden Fall regelmäßig von einem Augenarzt kontrolliert werden.

Wie können Sie noch zusätzlich Ihren Augen helfen?

Augen-Qigong

 

Bei Augen-Qigong handelt es sich um Augenmassage und Sehtraining, das aus der Traditionellen Chinesischen Medizin stammt. Diese ganzheitlichen, jahrtausende alten Methoden sind da, um die Augen und das Sehen auf natürliche Weise zu entspannen und zu vitalisieren. Sie helfen Fehlsichtigen, ihre Sehkraft zu verbessern. 
Diese aktiven Maßnahmen wirken durchblutungsfördernd und haben einen hervorragenden Effekt auf  Augenirritationen und Müdigkeit, sowie auf die Psyche. Somit dienen sie der normalen Sehkraft als Gesundheitsvorsorge und beugen Sehproblemen vor. So fördern sie ein lebendiges und aktives Sehen.

In dem Augenakupunkturprogramm unserer Praxis sind Augen-Qigong bzw. Augenübungen nach TCM inkludiert. Dazugehörige Unterlagen werden überreicht und die praktische Anwendung gelehrt, um sie dann selbständig in Ihren Alltag zu integrieren.

 

 

Nahrungsergänzungsmittel, Vitamine und Mineralstoffe

 

Bei Augenproblemen werden zusätzlich zu anderen Therapiemaßnahmen Nahrungsergänzungsmittel empfohlen. Diese bestehen aus bestimmten Vitaminen und Spurenelementen, sowie durchblutungsfördernden Pflanzen-Heilmittel. 

Sie sichern das Vorhandensein von notwendigen Grundsubstanzen für gesunde Sehkraft und Zellregeneration, sowie Sensibilität des Sehnervs und sind daher fixe Bestandteile der Therapie. Sie erhalten die entsprechenden Informationen bzw. Empfehlungen in der Praxis.

 

 

Chinesische Arzneimittel (Herbs)

 


TCM-Arzneimittel bestehen aus Wurzeln, Rinden, Blüten, Stängel und Blätter der Pflanzen sowie Mineralien und tierischen Produkten. Das Wissen um die Wirkung dieser Arzneimittel ist über zweitausend Jahre alt und in der Traditionelle Medizin gilt deren Wirksamkeit deshalb als bewiesen. In der westlichen Welt sind TCM-Arzneimitteln leider kaum in klinischen Studien erforscht.
Der Spezialist stellt für eine bestimmte Erkrankung einem bestimmten Patienten eine individuelle Rezeptur aus. In der TCM-Arzneimitteltherapie wird selten ein einzelnes Arzneimittel eingesetzt, sondern die geeignete Rezeptur besteht üblicherweise aus einer Mischung mehrerer Arzneimittel. Die kombinierten Arzneimittel ergänzen sich dabei in ihrer Effektivität. 
Die Rezeptur erfolgt nach einem logischen System auf den theoretischen Grundlagen der TCM. Somit erhält jeder Patient bzw. Patientin ein individuell auf ihn oder sie und die Erkrankung abgestimmtes Rezept.
Jedes TCM-Arzneimittel hat spezifische Eigenschaften, die sich aus seiner Geschmacksrichtung (mindestens eine, meist aber zwei oder mehrere Geschmacksrichtungen), Temperaturverhalten und vor allem dem dazugehörigen Meridian (Leitbahn), auf den es wirkt, zusammensetzen. Die Geschmacksrichtungen und das Temperaturverhalten sind nicht nur sinnlich wahrnehmbar, sondern haben auch spezielle Wirkungen im Körper. Abgesehen dieser universalen Eigenschaften, bezieht sich- bzw. wirkt jedes Arzneimittel auf bestimmte Meridian bzw. ein Organ.
Normalerweise erstreckt sich die Behandlung mit TCM-Arzneimitteln von einigen Wochen bis zu mehreren Monaten, abhängig von der Art, Schwere und Dauer der Augenerkrankung. 
Grundsätzlich besteht keine Einschränkung der Anwendbarkeit der Chinesischen Arzneimitteltherapie auf bestimmte Augenleiden. Der Spezialist passt die Dosis der Rezeptur dem Alter, dem allgemeinen Zustand des Patienten und seiner Erkrankung an. 
Es hängt allerdings von der Schwere und Chronizität des Leidens ab, wie schnell die Arzneimittel, kombiniert mit Augenakupunktur, für den Augenpatienten spürbare Besserung bewirken.
In der Praxis wird die Verordnung und Einnahme der TCM-Arzneimittel bei Bedarf und nach Beendigung der Basis-Serie der Augenakupunktur empfohlen.

Die Augenakupunktur ist eine Ergänzung zur klassischen schulmedizinischen
Augenbehandlung bei einem Augenarzt, sie ersetzt diese nicht!
Ich empfehle vor Einleitung der Augenakupunktur eine augenfachärztliche 
Untersuchung!

Hier finden Sie die Ordination

OA Dr. Naser Seifi
Webgasse 43/3d
1060 Wien

Kontakt


+43 1 943 677 0+43 1 943 677 0

ordination@web-praxis.at

 

oder nutzen Sie das Kontaktformular

Druckversion Druckversion | Sitemap
©Mehriar Seifi