Biologische Arthrosetherapie

Arthrose ist eine Verschleißerkrankung der Gelenke. Sie beginnt am Gelenksknorpel und kann bis zu Veränderungen des gelenknahen Knochens führen.

 

Die Abnutzungserscheinungen der menschlichen und tierischen Gelenke beginnen sehr früh, sind individuell, meist von unterschiedlichem Ausmaß und entwickeln sich über Jahre ohne klinische Symptome und Beschwerden. Bei einer Reizung bzw. Überbelastung kann es zu Schmerzen kommen, die anfangs leicht bis mittelgradig sein können und über längere Zeit anhalten bzw. immer wieder kehren. Zeitweise können diese chronischen Beschwerden durch heftige Schmerzanfälle  mit eventuell vorübergehenden Schwellungen überschattet werden. In so einem Fall spricht man von entzündlichem Reizzustand bzw. der Aktivierung der Arthrose. Bei stärkerem Arthrosebefall kommt es vor allem bei kleinen Gelenken zu einer sichtbaren Deformität.
Gelenke die am meisten beansprucht werden, wie z. B. Kniegelenke, Finger- und Handgelenke, sowie Hüftgelenke sind am häufigsten betroffen. 
Arthrose wird in primäre und sekundäre Formen eingeteilt. Bei der primären Form ist kein erkennbarer Verursacher feststellbar. Möglicher weise handelt es sich hier um eine „Materialschwäche“ des Knorpels, die genetisch bedingt sein kann. Bei der sekundären Arthrose handelt es sich um Arthrose mit definiertem Verursacher, wobei nicht selten mehrere Faktoren auslösend sind. 
Ein unbestrittener Faktor in diesem Zusammenhang ist Übergewicht, der vorwiegend für Abnützungen der gewichtstragenden Gelenke (Knie-, Hüft- und Sprunggelenksarthrosen) verantwortlich sein kann. Über- bzw. Fehlbelastungen können bei Entwicklung von frühzeitigen Arthrosen  auch eine große Rolle spielen. In dieser Beziehung muss man von verschiedenen Sportarten sprechen, die mit einem erhöhten Arthroserisiko verbunden sind. Insbesondere wenn es während der Sportausübung zu einer Gelenksverletzungen kommt. So finden sich z. B. bei Tennis- und Fußballspielern häufig Arthrosen der Knie- und Sprunggelenke, bei Volleyball- und Basketballspielen kommt es gehäuft zu Schulter- und Hand-, bzw. Ellenbogenarthrosen. 
Als erste therapeutische Maßnahme bei Personen mit Übergewicht ist unbedingt eine drastische Gewichtsreduktion herbeizuführen. Weiters müssen bei Arthrose bestimmte Körperpositionen und –Belastungen möglichst vermieden werden. Bewegung und geeignete Sportarten (z. B. Schwimmen) sind zu empfehlen, jedoch mit möglichst wenig Gelenksbelastung. 
Bei mäßig- bis mittelgradigen Abnützungen kommen als Sport weiters Radfahren und Wandern in Frage.
Physikalische Therapiemaßnahmen können zusätzlich in allen Phasen mit Erfolg eingesetzt werden. Abhängig von der Therapieart wirken sie schmerzstillend, entzündungshemmend, muskelentspannend  und durchblutungsfördernd. Heilgymnastik verbessert die Beweglichkeit der Gelenke und kräftigt die zusammenarbeitende und naheliegende Muskulatur des betroffenen Gelenkes.

Für akute Schmerzzustände werden in der Schulmedizin so genannte „nichtsteroidale Antirheumatika“ verwendet, die schmerzstillend und entzündungshemmend wirken. Im Fall einer stärkeren Entzündung und anhaltendem Reizzustand werden nicht selten Kortisonpräparate eingenommen bzw. gespritzt. Diese Maßnahmen sind jedoch symptomatisch, d. h. dadurch wird die Arthrose nicht geheilt, sondern nur der Entzündungszustand und die damit verbundenen Beschwerden erleichtert bzw. beseitigt.
In den letzten Jahren werden zusätzlich so genannte Knorpelaufbaumittel eingenommen bzw. gespritzt. Diese Präparate sind jedoch in ihrer Wirkung umstritten und deren „knorpelaufbauender Effekt“ ist noch nicht wissenschaftlich akzeptiertt.
Im Falle einer starken, deformierten Arthrose mit anhaltendem und behandlungsresistenten Schmerzen und Funktionsstörungen wird ein Ersatzgelenk, eine so genannte Endoprothese implantiert. Am häufigsten kommen Hüftendoprothesen und Knieendoprothesen zum Einsatz.
Die gezielte Therapie der Arthrose ist in der Phase, in der nur der Knorpel betroffen und noch nicht die Knochenstruktur beschädigt oder deformiert ist, erfolgversprechend.

Schulmedizinische Therapien können hier entweder in Kombination mit  komplementärmedizinischen Maßnahmen angewendet werden, bzw. gänzlich durch diese ersetzt werden, da eine nebenwirkungsarme Behandlungsmöglichkeit vor allem bei chronischen Verlaufsformen gut geeignet ist. 
In diesem Zusammenhang können Nadelakupunktur, Laser- und Elektroakupunktur, neuraltherapeutische Maßnahmen (so genannte therapeutische Lokalanaesthesie) empfohlen werden.
In meiner Ordination wird als komplementäre Arthrosetherapie auch Homöosiniatrie und Infiltrationen mit Antihomotoxischen Arzneimitteln (Homotoxikologie) angeboten.

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