Aurikulomedizin besteht aus 2 Komponenten; Aurikulodiagnose und Aurikulotherapie. Diese spezielle Form von (Ohr-) Akupunktur ist eine eigenständige Methode, die zwar auch Nadeln benutzt, aber auf einer ganz andere Diagnose- und Behandlungsphilosophie basiert als die Traditionelle Chinesische Medizin.
Die Methode wurde durch Zufall im Jahr 1951 vom französischen Arzt Paul Nogier entdeckt und in den Folgejahren weiter entwickelt. Die Diagnose und Behandlungsmethode wurde durch Prof. Frank Bahr vervollständigt. Bei der Aurikulomedizin geht man davon aus, dass verschiedene Ohrregionen zu bestimmten Körperorganen zuzuordnen sind und dadurch der ganze Körper auf die Vorder- und Rückseite des Ohres "wiederfindet". Diese Eigenschaft wurde genutzt, um eine Reflextherapie bei der Behandlung von Schmerzen und von funktionellen Organstörungen zu entwickeln. Heutzutage spielt Aurikulodiagnose bei der Störfeldsuche bzw. Störherddiagnose eine entscheidende Rolle und zwar durch Paul Nogiers und Frank Bahrs Reflexdiagnostik, dem sogenannten RCA (Reflex aurikulo-cardiale). Dadurch entdeckte Störfelder im Körper werden dann durch Aurikulotherapie (Ohrakupunktur), konventionelle Akupunktur oder therapeutische Lokalanaesthesie (Neuraltherapie) entstört.
Aurikulotherapie hat ein breites Indikationsspektrum:
. Schmerzen jeglicher Form
. Suchtbehandlung
. Allergien
. Immunstimulation
. Funktionelle Organsstörungen
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